Flüchtlingsunterbringung – Stadt kann Fragen der Bürger nicht beantworten

12274283_572558219564763_6684729931746234209_nMehr Fragen, als Antworten…

Die gestrige Anwohner-Informationsveranstaltung zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in der Sudenburger Wuhne 64 war bis auf den letzten Platz besetzt. Im Saal der Scala-Gemeinde (ehemaliges Scala-Kino) auf der Halberstädter Straße, drängten sich schon vor Beginn um 18:00 Uhr ca. 250 Bürgerinnen und Bürger. Aktuelle Informationen zur geplanten Gemeinschaftsunterkunft sollten Simone Borris (Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit), Heike Schulz (Sozial- u. Wohnungsamt), Klaus Zimmermann (Bürgermeister), Heinz Ulrich (Kommunales Gebäudemanagement) und Magdeburgs Pressesprecher Michael Reif geben. Simone Borris wollte dabei „die Bürger mitnehmen“, „Ängste nehmen“ und stellte in diesem Zusammenhang (eventuelle) Vorteile in der Vordergrund: Schaffung von Arbeitsplätzen, Zuzug, Belebung des Wohnungsmarktes. Heinz Ulrich erläuterte die baulichen und planerischen Details der geplanten Gemeinschaftsunterkunft für ca. 600 Flüchtlinge auf dem Gelände des städtischen Bauhofes. Ein Modulbauwerk aus ca. 350 Containern, dreigeschossig angeordnet, errichtet von einem privaten Investor, angemietet für 5 Jahre von der Stadt Magdeburg, mit einer Option auf Verlängerung. Die zahlreichen Interessierten wurden allerdings auch schon durch diese Statements weiter verunsichert: Auf Aussagen wie „…Eine Herausforderung sondersgleichen…“ und „…Wir wissen nicht, ob wir das hinbekommen…“ (Borris) folgten „…Wir haben ein gewaltiges Problem…“ und „…Ich kann Ihnen nicht Fragen beantworten, welche Ihnen die Bundesregierung beantworten müsste…“ (Ulrich). Die anschliessende Diskussion brachte mehr Fragen, als Antworten. Auf viele berechtigte Ängste und Fragen der Bürger, wie zur fehlenden Infrastruktur vor Ort, zu Ängsten der Anlieger und umliegenden Kleingärtner, zu Schulen- und Kitaauslastungen, zur Mietpreisentwicklung „…es wird enger…“ (Zimmermann) und auch zu langfristigen Integrationsplänen der Stadt gab es nur unzureichende bis gar keine Antworten. „Die Dynamik bestimmt Europa und Berlin…“ (Zimmermann). Viele enttäuschte Interessierte verliessen vorzeitig die Veranstaltung. Bürgermeister Klaus Zimmermann betonte zum Ende der Veranstaltung, dass die Stadtverwaltung rechtliche Vorgaben umzusetzen und politisch nicht zu kommentieren habe: „Es überollt uns…“

Verdruss statt Vertrauen…

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